Illustration zum HyKo-Halbzeitrecap: Ein Hyperautomation-Projekt ist zur Hälfte fortgeschritten und verbindet sichtbar Forschung mit Praxis durch gemeinsame Prozesse, Technologien und Zusammenarbeit.

Hyperautomation: Von der Forschung zur Praxis 

Recap des HyKo-Projektes

m Jahr 2023 fiel der Startschuss für das Transferprojekt HyKo – Ein Ökosystem für die Zukunft der Arbeit. Seitdem verfolgen zwei Fakultäten gemeinsam eine Vision: Hyperautomation wissenschaftlich zu erforschen und ihren Transfer in die Praxis aktiv zu gestalten und zu erproben. 

Gerade dieser interdisziplinäre Zugang macht HyKo besonders. Denn Hyperautomation ist weit mehr als eine rein technische Entwicklung: Prozesse müssen nicht nur effizient, sinnvoll und nachhaltig gestaltet werden, sondern auch von den Menschen, die mit ihnen arbeiten, verstanden und akzeptiert werden. Der Faktor Mensch ist damit kein Randthema, sondern eine zentrale Voraussetzung für gelingende Transformation. 

Mit diesem Beitrag möchten wir ein kleines Recap wagen: Was ist seit dem Projektstart bereits geschehen? Welche Erkenntnisse konnten gewonnen werden? Und was erwartet uns in den kommenden Monaten? Dabei orientieren wir uns am Dreiklang von Forschung, Transfer und Praxis. 

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Forschung: Hyperautomation hat viele Facetten

Bei HyKo startet Forschung nicht im luftleeren Raum, sondern dort, wo Unternehmen im Alltag an Grenzen stoßen: bei ganz konkreten Herausforderungen von KMUs. Genau hier setzt unsere Arbeit an. Denn wer Hyperautomation in die Praxis bringen will, steht schnell vor sehr grundlegenden Fragen wie zum Beispiel: Welche Tools eignen sich überhaupt? Und welche Lösung passt wirklich zum jeweiligen Anwendungsfall? 

Die Möglichkeiten sind heute größer denn je. Ob RPA, Low-Code/No-Code oder Process Mining – der Markt wächst rasant, neue Anwendungen kommen ständig hinzu, bestehende entwickeln sich laufend weiter. Das macht die Auswahl nicht gerade einfacher. Denn nicht jedes Tool, das technisch beeindruckend wirkt, ist am Ende auch die richtige Lösung für ein Unternehmen. 

Doch Technologie allein reicht nicht aus. Hyperautomation kann nur dann erfolgreich sein, wenn neben der technischen Funktionalität auch Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Akzeptanz mitgedacht werden. Genau deshalb verstehen wir Hyperautomation nicht nur als technisches, sondern als soziotechnisches Thema, das erforscht werden muss. 

Dass wir auf diesem Weg konsequent weiterforschen, zeigt sich auch in unseren Publikationen, Konferenzbeiträgen und Vorträgen. Sie machen sichtbar, dass wissenschaftliche Arbeit für uns die Grundlage dafür bildet, tragfähige und nachhaltige Lösungen für die Praxis zu schaffen. Denn nur auf dieser Basis lässt sich Hyperautomation so gestalten, dass sie sinnvoll und wirksam ist. 

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Transfer: Es braucht eine sinnvolle Übersetzung für die Praxis

Der Übergang von der Forschung in die Praxis gelingt nicht von selbst. Neue Erkenntnisse sind zunächst oft komplex, abstrakt und stark vom wissenschaftlichen Kontext geprägt. Damit sie in Unternehmen tatsächlich wirksam werden können, müssen sie so aufbereitet werden, dass daraus verständliche, handlungsfähige und konkret umsetzbare Lösungen entstehen. 

Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung: Der Schritt von der Forschung zur Praxis ist weniger ein Wissensproblem als vielmehr eine Frage der Übersetzung, Implementierung und Akzeptanz. Es geht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass kleine und mittlere Unternehmen sie nachvollziehen, erproben, weiterentwickeln und schließlich in ihre eigenen Prozesse integrieren können.  

Konkret zeigt sich der Transfergedanke bei HyKo in mehreren Formaten, die wissen-schaftliche Erkenntnisse gezielt aufbereiten und in anwendbare Angebote für Unternehmen übersetzen. Ein Beispiel hierfür sind die E-Learning-Angebote von HyKo, die komplexe Inhalte rund um Hyperautomation verständlich, strukturiert und niedrigschwellig aufbereiten. 

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Praxis: Implementierung und Akzeptanz

Besonders greifbar wird der Transfer dort, wo HyKo gemeinsam mit Unternehmen an realen Anwendungsfällen arbeitet: In der Praxis.

Forschung wird hier nicht einfach „fertig entwickelt“ und anschließend in die Praxis übertragen. Stattdessen entsteht sie im kontinuierlichen Austausch – in Workshops, gemeinsamen Projekten und Kooperationsformaten, in denen konkrete Herausforderungen aus dem Unternehmensalltag aufgegriffen werden. 

Gerade die Zusammenarbeit mit Praxispartnern macht diesen Ansatz greifbar: Unternehmen bringen ihre realen Prozesse, Engpässe und Fragestellungen ein – etwa bei der Automatisierung administrativer Abläufe, der Analyse von Prozessdaten oder der Auswahl geeigneter Tools. Diese konkreten Anwendungsfälle werden gemeinsam mit den Forschenden strukturiert, analysiert und in Pilotprojekten erprobt. 

Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Spachtelprofi. Gemeinsam mit dem HyKo-Team wurde daran gearbeitet, Logistik- und Angebotsprozesse gezielt zu optimieren. Konkret zeigte sich das etwa im Einsatz automatisierter Nachrichtenprozesse, über die Informationen zu Lieferstatus, Materialverfügbarkeit, Bestellbestätigungen oder Rückfragen effizient an Handwerker übermittelt werden. Besonders Akzeptanz spielt dabei eine tragende eine Rolle. 

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Fazit: Forschung erzeugt Wissen, Transfer macht es anwendbar, und Praxis macht es wirksam

Der eigentliche Schlüssel liegt im Transfer. Denn Forschung allein verändert noch keine Praxis. Erst wenn wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufbereitet, gemeinsam mit Unternehmen erprobt und an reale Bedingungen angepasst werden, entsteht echter Nutzen.  

In den kommenden Monaten erwarten uns dazu viele spannende Angebote, neue Formate und wertvolle Einblicke. So startet unter anderem bereits ab Mai eine neue HyKo-Webinarreihe, die aktuelle Themen rund um Hyperautomation aufgreift und praxisnah vermittelt. Auch das E-Learning-Angebot sowie die Website werden kontinuierlich weiter ausgebaut. Darüber hinaus sind weitere Veranstaltungen zum Wissenstransfer geplant, die den Austausch zwischen Forschung und Praxis weiter stärken. Weitere Anwendungsfälle werden kontinuierlich bearbeitet, wobei die daraus entstehenden individuellen Lösungen anschließend abstrahiert werden. Ziel ist es, das gewonnene Know-how so aufzubereiten, dass es über verschiedene Kanäle einem breiten Publikum zugänglich gemacht und für unterschiedliche Kontexte nutzbar wird. 

Unser Anspruch ist es, Forschung nicht nur zu betreiben, sondern sie auch sichtbar, verständlich und erlebbar zu machen. Deshalb möchten wir Sie weiterhin nah an unseren Themen mitnehmen und gemeinsam spannende Einblicke in die vielfältigen Facetten der Hyperautomation eröffnen. 

Bleiben Sie neugierig. Die nächsten Einblicke in die Welt der Hyperautomation warten bereits.